Beziehung zwischen Weltbevölkerung, Ungleichheit und Unterentwicklung

Beziehung zwischen Weltbevölkerung, Ungleichheit und Unterentwicklung!

Die Beziehung zwischen der Entwicklung einer Gesellschaft und ihrer Bevölkerungsgröße, ihrer Zusammensetzung und ihrer Wachstumsrate in einem der wichtigsten Themen wird häufig in akademischen Kreisen diskutiert. Diese Debatte ist im Zuge der aktuellen globalen Probleme wichtiger geworden, warum einige Gesellschaften weiterhin in Armut leiden, während sich andere rasch entwickeln? Liegt die Lösung zur Stimulierung der Entwicklung vor allem darin, das Bevölkerungswachstum oder anderswo zu kontrollieren?

Bestimmte Länder wie China und Indien, die bevölkerungsreich und bereits dicht besiedelt waren, nahmen einen beispiellosen Bevölkerungszuwachs als Einschränkung des sozioökonomischen Fortschritts ernst. Es blieb keine Zeit, auf den demografischen Übergang zu warten, um die Fruchtbarkeit zu senken, die mit Wohlstand einherging; In der industrialisierten Welt hatte dies mindestens eine Generation gedauert.

Es gibt drei Hauptansätze, um das Problem des Bevölkerungswachstums zu lösen:

Liberale / sozialdemokratische Ansicht:

Dieser Ansatz betont die Verringerung des Bevölkerungswachstums (plus Hilfe), um die Voraussetzungen für die Entwicklung zu schaffen. Es ist eine weit verbreitete Ansicht der westlichen liberalen / sozialdemokratischen und sogar radikalen Denker der 1960er Jahre, dass "es in den Ländern der Dritten Welt ein Bevölkerungsproblem gibt".

Diese Denker wollten große Familienplanungsprojekte finanzieren und zogen es auch vor, in diesen Ländern Hilfe für die Entwicklung der Infrastrukturentwicklung wie Straßen, Dämme, Fabriken usw. zu leisten. Die Ansicht betrachtet "Bevölkerungskontrolle" als den Schlüssel zur Entwicklung.

Diese Ansicht wurde von westlichen und nicht-westlichen Gelehrten aus mehreren Gründen heftig kritisiert. Im Gegensatz dazu betrachten die oben genannten Experten die Verringerung der Ungleichheit in ärmeren Gesellschaften als Schlüssel zur Verringerung des Bevölkerungswachstums.

Radikale / Marxistische Ansicht:

"Verringerung der Ungleichheit zur Verringerung des Bevölkerungswachstums" ist das Hauptanliegen der Anhänger dieser Ansicht. Susan George und Fabrizio Sabelli (1994) vertraten beispielsweise die Auffassung, dass die Armen mit größeren materiellen und kulturellen Ressourcen weniger große Familien haben würden.

Dieser Ansatz spricht nicht in erster Linie dafür, dass durch die Verteilung der Hilfe eine größere Gleichheit erreicht werden sollte. Beihilfen können helfen, mit Finanzkrisen umzugehen (wie in Äthiopien und Ruanda), können aber relativ wenig dazu beitragen, eine größere wirtschaftliche Produktion oder eine gleichmäßigere Verteilung des Wohlstands innerhalb der Gesellschaften zu erreichen.

Neues Recht / Laissez-faire View:

Es gibt Gelehrte, die sagen, dass die Bevölkerungsgröße in der Entwicklung keine Rolle spielt. P. Bauer argumentierte, dass "Armut in der Dritten Welt nicht durch Bevölkerungsdruck verursacht wird" (The Times, 1995). In Indien stellten auch einige Schriftsteller fest, dass zwischen dem Bevölkerungswachstum und der Armut kein Zusammenhang besteht. Diese Ansicht kann jedoch aufgrund wissenschaftlicher Fakten nicht als zutreffend angesehen werden.