John Deweys Bildungsphilosophie: Psychologisch und soziologisch

Dieser Artikel beleuchtet die psychologischen und soziologischen Faktoren in John Deweys Bildungsphilosophie.

(a) Der psychologische Faktor:

Die pädagogischen Lehren von John Dewey wurzeln hauptsächlich in einer Psychologie, die sich von der alten unterscheidet. Dewey hat die Kinderpsychologie neu interpretiert.

Er hat auch die sozialen Aspekte der Bildung betont, aber er hat seine Probleme psychologisch angegangen.

Sein Geistesverständnis unterschied sich von dem alten psychologischen Begriff des Geistes. Bei der Erläuterung seiner Theorien zur Erziehung erkannte er die individuellen Unterschiede und berücksichtigte die Interessen und Impulse des Kindes.

Dewey war ein Evolutionist und er dachte, dass sich der Geist im Entwicklungsprozess weiterentwickelt. Für ihn war der Geist kein festes Gebilde und er betrachtete es als Organismus. Die ältere Ansicht betrachtete den Geist als ein festes Gebilde und war voll von einigen Fähigkeiten wie Gedächtnis, Vorstellungskraft, Urteilsvermögen, Wahrnehmung. Jede Fakultät wurde als eigenständiges Fach angesehen.

Das Kind wurde als kleiner Mann mit seinen festen Fähigkeiten angesehen. Dewey verwarf diese Fakultätslehre der Psychologie und betrachtete den Geist als organisches Ganzes. Die Fakultätstheorie berücksichtigte keine Entwicklungsreihenfolge des Geistes und formulierte entsprechend den Lehrplan für Erwachsene und Kinder.

Das menschliche Wissen wurde zuerst in einige Teile unterteilt, und ein Teil wurde dem Kind für einen bestimmten Zeitraum der Schule zugewiesen. Dewey lehnte diese Theorie ab. Er glaubt, dass sich der Geist entwickelt und dass er dynamisch ist.

Diese Entwicklung hat bestimmte Stadien oder Grade. Eine Klasse unterscheidet sich von der anderen. Daher sollte jede Klasse einen anderen Studiengang haben. Der Studienverlauf für jeden Zeitraum sollte auf der Grundlage von Experimenten und Erfahrungen ausgewählt werden.

Die alte Psychologie war eine Psychologie des Intellekts. Emotionen und Impulse des Geistes wurden nicht berücksichtigt. Es wurde Wert darauf gelegt, richtig zu denken zu lernen. Aber Dewey nährte die genetische Sichtweise des Geistes, dessen Essen darin besteht, dass der Gedanke aus der Notwendigkeit entsteht, einige praktische Schwierigkeiten zu meistern.

In der Bildung sollte das Handeln den primären Platz haben. Bildung ist eine zielgerichtete Tätigkeit zur Lösung eines Problems. Die Aktivität muss nicht vom Lehrer, sondern vom Drang des Schülers nach Lösung eines Problems inspiriert werden. Sie sollte frei und spontan aus der Lebenssituation entstehen.

Ausbildung gemäß der Psychologie des Kindes:

1. Dewey erkannte die individuellen Unterschiede bei Kindern. Aber er war fest davon überzeugt, dass das Individuum in und durch die Gesellschaft wächst und zur Perfektion gelangt. Eine Umgebung oder Verbesserung des Einzelnen ist nur im sozialen Umfeld möglich. Jeder Mensch hat ein soziales Selbst.

2. Die Natur des Kindes ist dynamisch. Bildung sollte daher mit der psychologischen Natur des Kindes beginnen. Dewey bestand darauf, dass ständig experimentiert werden sollte, um die Natur des Kindes zu lernen. Das Kind sollte als Kern des gesamten Bildungsprozesses betrachtet werden. Er sagt, "Bildung muss mit einem psychologischen Einblick in die Fähigkeiten, Interessen und Gewohnheiten des Kindes beginnen."

Das Kind sollte in den vollen Besitz aller seiner Fähigkeiten, Fähigkeiten, Fähigkeiten und seines Urteils kommen. Dies ist nur möglich, wenn der Lehrer Einblick in die psychologischen Interessen und Gewohnheiten des Kindes hat. Bildung ist somit ein aktiver Prozess der ständigen Erneuerung der Erfahrung hin zu einer bedeutsameren gesellschaftlichen Bedeutung.

Die inhärenten Kräfte des Kindes (Impulse und Interessen) sollten entwickelt werden und müssen auch im Interesse der Gesellschaft, deren Mitglied das Kind ist, durch Bildung kontrolliert werden.

Wille und Vernunft spielen neben den natürlichen Impulsen auch eine Rolle bei Entscheidungen oder Aktivitäten. Der äußerliche Impuls ist laut Dewey wahres Interesse. Er definiert Interesse als „eine Form der Selbstausdrucksaktivität“. Interesse ist ein "Hinausgehen des Selbst in Richtung Entwicklung des Organismus". Interessen sind Zeichen wachsender Mächte.

Sie erfordern eine sorgfältige und ständige Beobachtung. Sie sollten weder übermäßig belustigt noch übermäßig unterdrückt werden. Repression schwächt die intellektuelle Neugier und tötet die Initiative. Da das Kind von Natur aus aktiv ist, ist es die Aufgabe der Erziehung, es richtig zu lenken.

Laut Dewey gibt es vier Arten von Impulsen:

(1) der soziale Impuls der Kommunikation oder des Gesprächs;

(2) der konstruktive Impuls, Dinge zu machen;

(3) der Impuls, Dinge zu untersuchen; und

(4) Der Impuls des künstlerischen oder kreativen Ausdrucks.

Bei der Gestaltung des Lehrplans der Schule sollten all diese vier Impulse berücksichtigt werden.

(b) Der soziologische Faktor:

Ein Individuum ist ein fester Bestandteil der Gesellschaft. Eine Individualität kann nur in und durch die Gesellschaft entwickelt werden, die die Chancen für eine solche Entwicklung bietet. Nur durch das Leben in einer Gesellschaft wird das Individuum menschlich und erhält die notwendigen Möglichkeiten, sich selbst auszudrücken.

Wenn der Einzelne von der Gesellschaft abhängig ist, ist auch die Gesellschaft eine organische Einheit des Einzelnen. Die Aktivitäten der einzelnen Zentren umfassen sozialen Verkehr, Beziehungen und Interaktionen.

Obwohl Dewey mit psychologischen Grundlagen beginnt - den Instinkten des Kindes und den angeborenen Kräften -, wird die soziologische Seite von ihm nicht vernachlässigt. Es ist ihm gleich wichtig. Die Kenntnis der sozialen Bedingungen ist für die ordnungsgemäße Beurteilung und Bewertung der Befugnisse des Kindes wesentlich.

Alle Bildung erfolgt durch die Beteiligung des Einzelnen am sozialen Prozess. Die Gesellschaft gestaltet und verändert kontinuierlich die Kräfte und die Persönlichkeit des Einzelnen. Das Kind hat soziales Selbst. Er lebt in und für die Gesellschaft, zu der er gehört. Die Kräfte des Kindes werden durch das soziale Medium stimuliert.

Das soziale Medium ist erzieherisch, weil es jede Faser des Charakters und des Geistes beeinflusst, das Vokabular erweitert, Sprache entwickelt und soziale Manieren kultiviert. Bei der Geburt sind die Fähigkeiten des Kindes noch nicht entwickelt. Sie werden mit der zunehmenden Beteiligung des Kindes an sozialen Beziehungen und Aktivitäten entwickelt.

Am Anfang sind die Aktivitäten des Kindes egozentrisch. Daher muss ihm geholfen werden, die Ziele und Zwecke der Gesellschaft zu verwirklichen. Dafür ist es notwendig, die Schule für kooperative Aktivitäten zu organisieren. Die Schule sollte als Miniaturgesellschaft organisiert sein. Diese Idee der Sozialisation ist der wichtigste Beitrag von Dewey.