Gleichgewicht zwischen Terror und Machtverhältnis (Ähnlichkeiten und Unähnlichkeiten)

AFK Organski hat die folgenden Ähnlichkeiten und Unähnlichkeiten zwischen den beiden hervorgehoben:

(A) Ähnlichkeiten:

1. Sowohl im Gleichgewicht der Kräfte als auch im Gleichgewicht des Terrors sind die Nationen stets daran interessiert, ihre Macht zu maximieren.

2. Beide interpretieren den Frieden als Gleichgewicht der Macht oder des Terrors, die durch bewusste Versuche erreicht werden.

3. Beide glauben, dass die vitalen Interessen der Nationen in Gefahr sind, wenn das Gleichgewicht gestört ist.

4. Beide erfordern die Akzeptanz derartiger nationaler Politiken, die in der Realität gefährlich und riskant sind.

5. Beide akzeptieren militärische Macht als Mittel zur Aufrechterhaltung des Gleichgewichts.

(B) Unähnlichkeiten:

1. Balance of Power akzeptiert den Rückgriff auf den Krieg als Mittel, das Gleichgewicht des Terrors nur die Androhung von Krieg oder die Bedrohung durch Atomwaffen als Mittel zur Sicherung des Gleichgewichts.

2. Das Gleichgewicht der Macht akzeptiert den Rüstungswettlauf als ein natürliches Phänomen. Das Gleichgewicht des Terrors versucht, ein besonders niedriges Niveau im Rüstungswettlauf zu begrenzen oder aufrechtzuerhalten.

3. Allianzen werden als Instrumente des Machtgleichgewichts verwendet. Diese wirken sich jedoch nicht auf das Gleichgewicht des Terrors aus, da kein Bündnis ein Übergewicht der Macht gegen eine Atomenergie schaffen kann.

4. Das Gleichgewicht des Terrors ist sehr eng mit dem Begriff der Abschreckung verbunden. Balance of Power ist ein Instrument des Power-Managements, das auch eine Art Abschreckung gegen Krieg und Aggression bieten kann.

Daher haben sowohl das Gleichgewicht der Kräfte als auch das Gleichgewicht des Terrors mehrere Ähnlichkeiten sowie Unähnlichkeiten. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war das Gleichgewicht der Macht fast veraltet, und das Gleichgewicht des Terrors ersetzte es als Mittel zur Aufrechterhaltung des Friedens. Das Aufkommen von Atomwaffen, zwei Supermächte, drei große Nuklearmächte, ein kalter Krieg, das Vorhandensein von Massenvernichtungswaffen und die Angst vor einem totalen Krieg führten zu einem Gleichgewicht des Terrors.

Das Gleichgewicht des Terrors hat jedoch weiterhin sowohl in Bezug auf die Aufrechterhaltung des Friedens als auch auf die Regulierung des Verhaltens von Staaten eine zweifelhafte Gültigkeit. Mit Angst als wichtigstem Hintergrundfaktor hat das Gleichgewicht des Terrors wirklich die Funktion der Friedenssicherung nicht erfüllt. Es diente eher als Quelle von Spannungen, Angst und Misstrauen und weniger als Quelle des Friedens.

Zum Glück hat die Menschheit die Gefahren des Terrorgleichgewichts voll erkannt. Das Ende des Kalten Krieges und die Entstehung eines Prozesses der engen wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Ost und West haben zu einem positiven qualitativen Wandel in den gegenwärtigen internationalen Beziehungen geführt.

Derzeit sind friedliches Zusammenleben, friedliche Konfliktlösung und Zusammenarbeit sowie nachhaltige Entwicklung durch Demokratisierung, Liberalisierung, Denuklearisierung, Entmilitarisierung und Entwicklung die Grundlinien, auf denen die internationalen Beziehungen des 21. Jahrhunderts entwickelt werden.

Die Politik des Gleichgewichts des Terrors hat einen willkommenen Rückschlag erlitten. Aber um sein endgültiges Ende zu erreichen, sollten alle Nationen ihre Kräfte und Anstrengungen vereinen. Sie sollten nicht zulassen, dass der Unipolarismus die Welt beherrscht. Eine vollständige und umfassende nukleare Abrüstung und ein globales Abkommen über die Rüstungskontrolle müssen sichergestellt werden, um das Gleichgewicht des Terrors in den internationalen Beziehungen endgültig zu beenden.